Bilder und G’schichten 2026
Den Regen weggezaubert: Kärwa-Gwerch und Betz’n Tanz
Während das für den Kirchweih-Donnerstag angedachte Ballonglühen wegen der schlechten Wetteraussichten abgesagt werden musste, hielten Gauklerinnen und Gaukler, Musiker und auch die Betz’n-Tanz-Paare der Stadelner Kärwaburschen und -madli tapfer durch. Und wurden von Petrus belohnt: Nur kurz hielt der Regen noch an, nachdem die Künstlergruppen sich auf den Weg gemacht hatten – und im Nu war’s wieder trocken, sodass der wohl bunteste Kirchweihabend wie geplant über die Bühne gehen konnte.
Der Seifenblasen-Künstler Perujo begeisterte mit riesigen fragilen Gebilden; die Seifenlauge hierfür ist natürlich ein geheimes Spezialrezept – mit herkömmlichem Spüli aus dem Supermarkt sind solche Blasen nicht zu schaffen. Neben einer Jazzband, die unplugged an verschiedenen Ständen auftrat, war auch die Zauberkünstlerin Uta Keppler unterwegs. Sie ließ Münzen verschwinden und an den unglaublichsten Stellen wieder auftauchen.
Außerdem trieben falsche Kellner, Puppenspieler und Ballonkünstler ihre Späße mit den kleinen und großen Kirchweihfans.
Den traditionellen Betz’n-Tanz, bei dem in früheren Zeiten ein echtes Schaf ausgelost wurde, gewannen heuer Cheyenne und Maxi. Sie bekamen von Bürgermeister Markus Braun einen Geschenkkorb überreicht – der wird von Einzelhändlern und Schaustellern bestückt.
Abgesehen von dem veränderten Siegerpreis funktioniert der Betz’n-Tanz noch nach denselben Regeln wie vor 100 oder 150 Jahren: Blasmusik spielt, die Tanzpaare singen Vierzeiler mit meist nicht ganz jugendfreiem Inhalt und tanzen zwischendurch, und geben nach jeder Strophe einen Birkenzweig weiter. Vorher wurde ein Wecker gestellt – es gewinnt das Paar, welches den Zweig in den Händen hält, wenn der Wecker klingelt.














