Bilder und G’schichten 2026

Beste Aussichten für Deutschlands größte Straßenkirchweih

Vom 3. bis 14. Oktober wird Fürths Innenstadt wieder zur Festmeile – und diesmal sieht alles nach Kaiserwetter aus. Fahrgeschäfte, Buden und Stände locken Besucherinnen und Besucher zum großen Jahrmarkt, wenn Fürth seine „fünfte Jahreszeit“ feiert. Für die „Königin der fränkischen Kirchweihen“ und Deutschlands größte Straßenkirchweih wird bekanntlich sogar eine Bundesstraße gesperrt.

Wie das Fest in diesem Jahr aussehen wird und worauf sich die Gäste einstellen können, erläuterten am 26. September die Verantwortlichen bei einer Pressekonferenz auf der Dachterrasse „Terrazza“ der Neuen Mitte. Mit dabei waren die Vorstände der beiden großen Schaustellerverbände, Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  der Stadt Fürth sowie von Feuerwehr und Polizei.

Stadt, Einsatzkräfte und Schausteller blicken dem Beginn der Festtage mit Zuversicht entgegen. OB Dr. Thomas Jung freut sich auf ein „sicheres und friedliches Familienfest, bei dem sich alle wohlfühlen sollen – egal welcher Generation jemand angehört oder welche Hautfarbe er oder sie hat“. Zugleich bereitet man sich auf den erwarteten Besucherandrang in der Innenstadt vor.

Sicherheit wird weiterhin groß geschrieben: Zusätzlich zu bereits bestehenden Sicherheitsmaßnahmen wird das Kirchweihgelände heuer erstmals auch durch Kameras überwacht; hierdurch sollen in erster Linie die Besucherströme erfassen. Für längere Zeit gespeichert werden die Bilder jedoch nicht.

Der einzigartige Charakter der Fürther Kirchweih soll dabei erhalten bleiben, mit gemütlichen Altstadthütten und weiteren Sitzgelegenheiten statt großer Bierzelte.

Stefan Wentzl, Michael Drliczek und Hannes Grauberger von den Schaustellerverbänden lobten einstimmig die sehr gute Zusammenarbeit mit den Ämtern und den Einsatzkräften.

Der Oberbürgermeister unterstreicht das große Vertrauen, das man seitens der Stadt in die Schaustellerbetriebe habe – während es in anderen Städten bei den Volksfesten 2026 Einschränkungen und sogenannte Empfehlungen hinsichtlich Dekoration und Musikprogramm gegeben habe. „Unsere Schaustellerinnen und Schausteller gehen sowohl bei der Musikauswahl an den Ausschänken als auch bei den Dekorationen ihrer Fahrgeschäfte mit einem angemessenen Traditionsbewusstsein und dem Gespür für ein respektvolles Miteinander vor. Daher benötigen wir keine obrigkeitsstaatlichen Listen, keine sonstigen Hinweise, was erlaubt ist und was nicht, und freuen uns, wenn Brauchtum auch in heutigen Zeiten noch gelebt und gefeiert wird. Selbstverständlich ist dabei aber auch, dass wir keine diskriminierenden, ehrverletzenden oder rassistischen Darbietungen welcher Art auch immer auf der Michaelis-Kirchweih dulden.“

Auf die Kombination von Tradition und Moderne wird von allen Beteiligten besonderer Wert gelegt. Der Oberbürgermeister freut sich, dass seine kleine Enkelin zum Teil noch die gleichen Fahrgeschäfte mag wie er vor fast 60 Jahren. „Wir wollen gar kein Höher – Schneller – Teurer. Neuerungen ja, aber mit Augenmaß in einer Zeit, in der sich ohnehin viel zu vieles viel zu schnell ändert“, so Dr. Jung.

Neue Fahrgeschäfte und Unterhaltungsbetriebe gibt es durchaus: So wird heuer erstmals die Geisterbahn „Devil“ der Familie Haberkorn auf der Fürther Freiheit stehen. Die Kinder-Achterbahn der Familie Hartmann ersetzt am Königsplatz das „Pool Party“, welches ursprünglich geplant war aber kurzfristig noch absagen musste. Zum ersten Mal geht’s auch mit der „Petersburger Schlittenfahrt“ von Florian Hartig an der Kreuzung Rudolf-Breitscheid- / Kirchenstraße rund.

Natürlich dürfen jedoch Klassiker wie das Riesenrad, das „Break Dance“ oder der Kettenflieger „Volare“ nicht fehlen.

Stefan Wentzl wies auch auf die Biervielfalt hin: Auf der Michaelis-Kirchweih werden neben großen Marken auch viele Biere regionaler Kleinbrauereien ausgeschenkt, heuer beispielsweise erstmals von der Braumanufaktur Hertl aus Schlüsselfeld.

Großer Beliebtheit erfreuen sich laut Michael Drliczek auch heuer wieder die Kärwa-Taler. Das in 2025 neu aufgelegte Wimmelbuch ist ebenfalls wieder erhältlich; eine ganze Menge dieser Bücher wurden auch schon an Kindergärten gespendet. Auch an die ältere Generation ist gedacht: Es gibt wieder den Seniorennachmittag am Montag, den 12. Oktober.

Schließlich stellte sich Jürgen Mehring von den „Freunden der Fahnenschwinger Franken“ vor, die beim Erntedankfestzug wieder mit von der Partie sein werden. Erstmals schwingen sie heuer eine Fahne mit dem Wappen der Stadt Fürth – diese wurde von OB Dr. Jung im Rahmen der Pressekonferenz offiziell überreicht. „Die geschwungenen Fahnen dürfen niemals den Boden berühren, auch bei der Übergabe nicht“, so Mehring.

Der Erntedankfestzug ist traditioneller Höhepunkt der Michaelis-Kirchweih und zieht heuer am 11. Oktober ab 11 Uhr durch die Innenstadt. Danach ist die Kärwa noch längst nicht zu Ende: Bis 14.10. dauert der Spaß und endet dann mit einem fulminanten Feuerwerk in den Wiesen am Ulmenweg.

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