65 Jahre Kirchweih: Ehrung für Renate Grauberger

Ein Leben voll harter Arbeit scheint jung zu halten: Renate Grauberger, Seniorchefin im "Baggers-Gärtla", sieht man ihre bald 80 Jahre nicht an. Dabei blickt sie auf 65 Michaelis-Kirchweihen zurück. Im Rahmen der "Halbzeit-Pressekonferenz" am 6. Oktober 2016 wurde sie von den Schaustellerkollegen für die langjährige Leistung gebührend geehrt - was gar nicht so einfach zu bewerkstelligen war, denn sie verlässt zur Betriebszeit ihr Geschäft nur mit etwas Widerwillen.

Helmut Dölle (l). bezeichnete sie als "Grande Dame der Schaustellerschaft", Kirchweih-Referent Horst Müller (r.) gab unumwunden zu, dass der Baggers-Stand sein persönlicher Lieblingsimbiss auf der Kirchweih sei - im vollen Bewusstsein darüber, dass er sich mit dieser Aussage regelmäßig den Unmut aller anderen Kärwa-Gastronomen zuziehe.

Renate Grauberger freute sich sichtlich über den überreichten Blumenstrauß, zusammen mit einigen Angehörigen ihrer weit verzweigten Familie: Nicole Grauberger hat mittlerweile die Geschicke im Baggers-Gärtla übernommen, Hannes Grauberger ist Inhaber gleich mehrerer Geschäfte (u.a. "Enten-Angeln") und Mitglied des Werbeteams Fürther Kirchweih.

Die erfolgreiche Kartoffelpuffer-Braterin, zu der die Beschreibung "zierliches Energiebündel" weit besser passt als "rüstige Seniorin", bezieht zu ihrem langen Arbeitsleben in unprätentiösen und kurzen Worten Stellung: "Ich bin in die Kirchweih hineingeboren", erzählt sie, "und meine Mutter hat von vorneherein gesagt: Wenn du mit der Schule fertig bist, dann arbeitest du auf der Kirchweih, so wie wir auch. Das war halt damals so". Schließlich habe sie einen Schaustellerkollegen geheiratet, was ihren Berufsweg weiter festigte.

Viel Zeit für lange Interviews hat sie nicht -
der Baggers ruft.