Schwungvoller Auftakt: Kirchweih-Eröffnung 2016

Die Noten des Musikzugs Burgfarrbach sind bei der Fürther Kärwa-Eröffnung, die ohne diese Kapelle kaum denkbar wäre, schon seit Jahren nicht mehr nass geregnet worden. Offenbar spielt auch Petrus nach den Anweisungen des musikalischen Leiters Mathias Wehr - und den innigen Wünschen der Fürther: Auch heuer wieder durften sich Stadtspitze, Schausteller, Brauerei und Besucher über einen Kirchweih-Start bei strahlendem Spätsommerwetter freuen.

Entsprechend hatte sich schon morgens gegen 10 Uhr eine erwartungsvolle und durstige Gemeinde auf dem Vorplatz des Stadttheaters eingefunden, um der Eröffnung der Michaelis-Kirchweih als Höhepunkt im jährlichen Veranstaltungskaleder gemeinsam entgegenzufiebern. Der liebevoll restaurierte Oldtimer-LKW, der das erste Fass Grüner-Festbier liefert, ließ diesmal etwas auf sich warten - beziehungsweise benötigte etwas Zeit, um sich seinen Weg durch die Menge zu bahnen. Dafür brachte er allerdings ausnahmsweise gleich zwei Fässer Festbier mit, und die Wartenden wurden währenddessen bestens unterhalten.

Volker Heißmann von der Comödie Fürth, der seit Jahren als Moderator ein ebenso humorvolles wie verbindendes Element zwischen den Kirchweih-Ansprachen von Dekan Jörg Sichelstiel und Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung darstellt, nannte die Eröffnung ein "Ritual" - das trifft es wohl punktgenau. Der Ablauf der Feierlichkeit mit Blasmusik, Volkstänzen der Stadelner Tanzgruppe, kurzen besinnlichen Worten vom Dekan und schließlich der Rede des Oberbürgermeisters nebst Anstich mit möglichst wenigen Schlägen ist seit Jahren festgelegt, und mancher wäre wohl ernsthaft brüskiert, wenn plötzlich ein Programmpunkt geändert würde.

Wie Dekan Sichelstiel wünschte auch Dr. Thomas Jung der Kirchweih einen friedlichen Verlauf. Der Oberbürgermeister gemahnte zur Dankbarkeit - man solle, so Dr. Jung, nicht immer nur an die Dinge denken, die man sich zusätzlich zu dem ohnehin schon vorhandenen Besitz wünsche. In Fürth habe sich in den letzten Jahren viel Positives entwickelt, und auch der Umstand, dass man ein Fest wie die Kirchweih in Frieden feiern könne, sei keineswegs selbstverständlich. 

Geübt und treffsicher durch die Eröffnungen der diversen Vorort-Kirchweihen im vergangenen Sommer, schaffte der OB das erste Fass der Michaelis-Kirchweih dann mit nur zwei Schlägen. Nach dem traditionellen Luftballonstart und mehreren Böllerschüssen ging das "Ritual" dann seinem heiteren Ende entgegen und - bei immer noch perfektem Ausflugswetter - in eine familienfreundliche Feier über.


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