Prima Aussicht: Pressekonferenz zur Michaelis-Kirchweih 2016

Zur Pressekonferenz hatten Stadt und Schausteller diesmal auf die neue "Terrazza", die Dachterrasse der Neuen Mitte, geladen. Ein Ort, der einen exklusiven Blick auf die Fürther Freiheit als Herz der Fürther Kirchweih bietet - und auch sonst gut zu dem Fest passt: Stabiles Fundament und frischer Wind um die Ohren. "Kirchweih-" Referent Horst Müller, Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung und Schausteller-Verbandschef Helmut Dölle standen am 27. September Rede und Antwort zu Traditionen, Neuerungen, Sicherheit und Perspektiven.

Horst Müller, während des restlichen Jahres Wirtschaftsreferent der Stadt, feiert heuer sein 20-jähriges "Dienstjubiläum" als Kirchweihreferent. In dieser Zeit, so sagt er, habe sich nicht nur Fürth, sondern auch die Kirchweih enorm entwickelt. Als er anfing, habe man gerade mal 500.000 Besucher pro Jahr verzeichnet, mittlerweile sei die Zahl auf rund das Dreifache angestiegen - bedingt durch die immer weiter steigende Attraktivität der Kirchweih selbst, aber auch durch die überregionale Präsenz im Internet und anderen Medien. Besucherrekorde seien kein primäres Ziel, so Müller, man freue sich jedoch natürlich über die stetig wachsende Beliebtheit. Auch wenn dem Wachstum des Kirchweih-Geländes und der Anzahl der "Beschicker" durch die Lage in der Innenstadt physikalische Grenzen gesetzt seien.

Die Innenstadt-Situation ist auch untrennbar verbunden mit der Tatsache, dass sich das gesamte Kirchweih-Gelände nicht hermetisch gegen jegliche Einflüsse von außen abriegeln lässt. OB Dr. Thomas Jung und Horst Müller betonen, dass die Ansprüche in punkto Sicherheit schon seit einigen Jahren erhöht seien und hier bereits reagiert wurde - spätestens seit den Ereignissen bei der Duisburger Loveparade 2010. Weiter steigenden Sicherheitsanforderungen will man heuer zum Beispiel mit verstärkter Polizeipräsenz auf der Kirchweih und in der Umgebung, sowie stichpunktartigen Kontrollen von mitgebrachten Taschen und sonstigem Gepäck, begegnen. Man erwarte aber einen friedlichen Verlauf der Kirchweih, so der OB, schließlich habe man letztes Jahr sogar die niedrigste Anzahl an Straftaten in der gesamten Geschichte der "Kärwa" verzeichnen können.

Währenddessen konzentrieren sich die Schausteller auf ihr Kerngeschäft: Bunt, abwechslungsreich, familienfreundlich und natürlich lecker soll ein Kirchweihbesuch sein. Laut Helmut Dölle sind auch heuer wieder neue Fahr- und Belustigungsgeschäfte wie der "Musik Express" oder - für starke Nerven - "Extrem" dabei, und es bestehe eine zunehmende Nachfrage nach vegetarischen und veganen Speisen, die entsprechend auch angeboten würden.

Genaue Angaben, welche Betriebe eine besonders tierfreundliche Speisekarte hätten, konnte der Schausteller-Verbandschef nicht machen, aber eins ist klar: Es geht längst nicht mehr immer nur um die Wurst, auch wenn die weiterhin vielerorts auf der Kärwa gebrutzelt wird. Die Redaktion dieser Seite wird zu Beginn der Kirchweih ein hungriges Team losschicken und nachfragen...