Durchweg positive Bilanz der XXL-Jubiläums-Kirchweih

Hervorragendes Wetter, tolle Aktionen, begeisterte Besucherinnen und Besucher

Ein sprichwörtliches Feuerwerk an Höhepunkten und Jubiläen hat der um vier Tage verlängerten Jubiläums-Kirchweih bei spätsommerlichen Wetterverhältnissen einen besonderen Charme verliehen. Nach vorsichtigen Schätzungen von Kirchweih-Referent Horst Müller erlebten rund zwei Millionen Besucherinnen und Besucher eine facettenreiche und der fränkischen Heimat verbundene Kärwa. Fein abgestimmte Sonderaktionen wie die wieder ins Leben gerufene Heiratslotterie oder Klassiker wie das Feierabend-Gwerch lösten echte Begeisterungsstürme aus.

Als bewährter Zuschauermagnet sowohl auf den Straßen als auch auf den Bildschirmen zuhause konnte der Kirchweih-Festzug punkten. Angekommen – nicht nur bei den als Zielgruppe ins Auge gefassten Kindern – ist das neue Kirchweih Maskottchen, das nicht nur viele Fans, sondern auch endgültig seinen Namen gefunden hat: „Kärwa-Betzala“ heißt das überlebensgroße Schaf im grün-pinken Dirndl, in dem ein echtes Fürther Herz steckt.

Bereits bei der Eröffnung der Kirchweih auf dem Theater-Vorplatz war bei Kaiser-Wetter klar, dass es ein ganz besonderes Fest werden würde: beste Wetterprognosen, gut gelaunte Marktkaufleute, Schausteller und Gastronomen und ein mit Höhepunkten gespicktes Programm-Portfolio, das am ersten Festabend mit dem Feuerwerk den zweiten besonderen Akzent setzte. 

„Große Kirmeswelt ganz klein“ – Bereits zum zweiten Mal lockte die Modellbau-Ausstellung tausende Fans und Interessierte an. Zwölf Aussteller aus ganz Deutschland und der Schweiz zeigten in verschiedenen Maßstäben detaillierte Miniaturwelten bis hin zu einem 5,50 Meter hohen, originalgetreu nachgebauten Free-Fall-Tower.

Rhythmisch, bunt und akrobatisch präsentierten sich die Akteure des Feierabend-Gwerchs den Kirchweih-Fans am ersten Festdonnerstag. Von der Jonglage über Samba-Trommelwirbel bis hin zur Feuer-Show trugen die einzelnen Acts zu einem sehr dynamischen Stimmungsbild bei. Profitieren konnte davon der traditionelle Betz´n-Tanz, nachdem das zuvor konzentrierte Gwerch-Publikum auf dem Theatervorplatz begeistert dem „Austanzen“ der Stadelner Kirchweih-Buam und –Madli folgte.

Im Laufe der Kirchweih konnten auch einige Jubiläen gefeiert werden: 70 Jahre trägt das Kinderkarussell der Familie Ulrich zum Kirchweih-Erfolg bei. 240 Jahre Schaustellertätigkeit konnte Familie Dölle begehen, die mit der Aktion „Trinken für den guten Zweck“ auch einen sozialen Auftrag erfüllte und am Ende mit Hilfe von vier Brauereien 5.680 Euro an die Organisation „Hope for Ethiopia“ spendete. Roland Morawski von der Theaterschänke hatte erfolgreich den Verkauf von Kärwa-Ansteck-Herzen angeregt. Im Rahmen dieser Aktion konnten schließlich 2.218 Euro an die United Kilt-Runners e.V. für die bessere Ausstattung der Elektro-Rikschas überreicht werden.

130.000 Zuschauerinnen und Zuschauer an den Straßen folgten am Kirchweih-Sonntag einen vom Bayerischen Rundfunk in knapp 400.000 Haushalte live übertragenen Festumzug. Bestes Wetter und ideenreiche Teilnehmer trugen zu diesem glanzvollen Kärwa-Mittelpunkt bei.

Gemeinsam mit dem Standesamt der Stadt Fürth hat Joachim Ulrich vom Werbeteam eine bereits 1798 „erfundene“ und 1942 eingestellte Aktion erfolgreich wiederbelebt. Knapp 300 Fürther Jung-Eheleute und Brautpaare beteiligten sich an der so genannten Heiratslotterie. Zum Abschluss der Aktion konnten das Kirchweih-Maskottchen und Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung zehn glückliche Gewinner-Paare ziehen, die zahlreiche Sachpreise und auf den Plätzen eins bis drei Geldpreise erhielten. So viel sei verraten: Fortsetzung folgt 2019.

Den schönsten emotionalen Beitrag mit rund 3.000 Zuschauerinnen und Zuschauern auf den Wiesen am Ulmengrund trug das erstmals in dieser Form durchgeführte Ballonglühen zum Erfolg der XXL-Kärwa bei. Großes Finale nach einem wettermäßig idealen Zusatzwochenende markierte das prachtvolle Abschlussfeuerwerk, das wie die vielen Aktionen ein wichtiger Teilbeitrag zum jüngst verliehenen Prädikat der Michaelis-Kirchweih als „Immaterielles Kulturerbe“ ist. Die „Kärwa“ 2018 hat sich diese Auszeichnung in jedem Falle durch eine gemeinschaftliche Leistung von Stadt, Schaustellern und Werbeteam verdient und der Stadt Fürth gemeinsam mit allen Besucherinnen und Besuchern ein echtes Geschenk zum 200-jährigen Jubiläum der Stadterhebung bereitet.