Abschlussbilanz 2017: "Publikums-Magnet Nummer Eins"

Fürther Kirchweih wie gewohnt erfolgreich

v.l.n.r.: Eduard Wentzl (Vorsitzender des Bayerischen Landesverbands der Marktkaufleute und der Schausteller e.V.), Bürgermeister Markus Braun, Wirtschaftsreferent Horst Müller

In „Trixi‘s Ochsenbraterei“ hatte der Bayerische Landesverband der Marktkaufleute und Schausteller am vorletzten Tag der Michaelis-Kirchweih 2017 eingeladen. Trotz nasskaltem Wetter, so der Vorsitzende Eduard Wentzl, habe man auch heuer wieder eine friedliche und erfolgreiche Kirchweih gefeiert. Die Besucher hätten sich einfach entsprechend gekleidet, mit Schirmen ausgerüstet und die Kärwa genossen. Auch die Marktkaufleute und Schausteller seien zufrieden. Obwohl keiner genau mitzähle, könne man von einer guten Million Besucher ausgehen. Somit sei die Fürther Kirchweih auch in diesem Jahr ein voller Erfolg.

Trockener Festzug mit kleinem Unfall

Beim Festzug habe man mit dem Wetter noch Glück gehabt: Nur am Ende fielen einige Regentropfen.

In diesem Jahr musste man leider einen kleinen Unfall erleben. Ein Ochsengespann war ausgebrochen und hatte eine Frau am Bein verletzt. Schlimmere Verletzungen und größere Schäden wurden dabei glücklicherweise nicht verursacht. Der Festzug mit 91 teilnehmenden Gruppen wurde live vom Bayerischen Rundfunk übertragen und auch vor Ort von vielen begeisterten Zuschauern verfolgt.

Wie von der Michaelis-Kirchweih gewohnt, sei auch heuer wieder alles friedlich und ohne große Zwischenfälle verlaufen. Darauf sei man besonders stolz. Die Fürther Kirchweih sei auch heuer wieder eine sichere Kirchweih für Familien und alle Generationen gewesen. Lediglich ein Betrunkener musste von der Polizei in Gewahrsam genommen werden, nachdem er mit seinem Versuch, Glasflaschen mit alkoholischen Getränken auf das Festgelände mitzunehmen, gescheitert war und daraufhin die Beamten beleidigte und attackierte. Der Mann durfte eine Nacht in der Zelle verbringen. Das neue Sicherheitskonzept habe die Besucher aber nicht gestört. Das Ziel, den Charme der Kirchweih zu erhalten, sei erreicht worden. 

Neuer Bereich in der Königswarterstraße hat sich bewährt

Als besondere Attraktion kam in diesem Jahr der „City Skyliner“ nach Fürth, in dessen Kabine die Fahrgäste 80 Meter in die Höhe fahren konnten, um einen Ausblick auf Fürth zu genießen. Dieses Fahrgeschäft sei gut angenommen worden und auch strategisch sinnvoll platziert gewesen, direkt am Eingang der Königswarterstraße, wo in diesem Jahr ein komplett neuer Bereich der Kirchweih eröffnet wurde.

Zu Beginn wären nicht nur die Schausteller, die auf diesen Platz verwiesen worden, skeptisch gewesen aber der neue Bereich hätte sich bewährt und würde auch im nächsten Jahr wieder genutzt werden. Man wolle diesen aber noch attraktiver gestalten, um Großgeschäfte erweitern und zusätzliche Attraktionen bieten.

Besondere Dankbarkeit drückte Bürgermeister Braun gegenüber den Schaustellern, Marktkaufleuten und anderen Helfern für ihr soziales Engagement aus. So hätten auch in diesem Jahr die Kiltrunners dafür gesorgt, dass Menschen im Rollstuhl die Kirchweih besuchen konnten, während Schausteller und Gastronomen dafür sorgten, dass es ihnen an nichts mangelte. Friedrich Stahlmann von „Hax‘n Liebermann“ veranstaltete ein Schafkopfturnier mit 50 € Startgeld, wobei 1450 € für die Kinder- & Jugendhilfe gesammelt wurde. Auch der Kärwarundgang des Kinderheims St. Michael konnte in diesem Jahr wieder stattfinden.

Michaelis-Kirchweih bald Weltkulturerbe?

Obwohl man es für die Besucherzahl und den wirtschaftlichen Erfolg nicht brauche, hätte die Fürther Kirchweih laut Kirchweihreferent Horst Müller den Status als Weltkulturerbe verdient. Eine derartige Veranstaltung mit über 900 Jahren Tradition gäbe es kaum noch. Auch Petra Guttenberger (MdL) ist davon überzeugt, dass Fürth dieses Prädikat mehr als verdient hätte. Das Warten solle aber bald zu Ende sein, denn die Entscheidung würde Mitte Oktober, also in wenigen Tagen fallen.

Lob für alle Beteiligten

Horst Müller bedankte sich zum Abschluss für die tolle Zusammenarbeit aller Akteure und zeigte sich zuversichtlich, dass die Michaelis-Kirchweih auch in den kommenden Jahren seinen Charme und seinen Erfolg nicht verliert. Sie solle den Stellenwert als Königin der Kirchweihen behalten. Seiner letzten Aufforderung konnten alle Anwesenden nur zustimmen: „Lasst uns dieses Kleinod hegen und pflegen!“